Nachrichten aus dem Dekanat – für das Dekanat

Pastor Edgar Zoor zum Geistlichen Begleiter beauftragt

Pastor Edgar Zoor ist durch Erzbischof Hans-Josef Becker zum Geistlichen Begleiter beauftragt worden. Was sich dahinter verbirgt, für wen und für welche Anliegen er da ist und wie er arbeitet, erläutert er hier:  

Geistliche Begleitung als Begleitung einzelner Personen ist ein Dienst am geistlichen Wachstumsprozess von Menschen, die auf ihrem persönlichen Berufungsweg ihre Beziehung zu Gott bzw. Christus vertiefen und die mannigfaltigen Situationen ihres Lebens in diese Beziehung integrieren wollen. Sie ist ein Dienst der Kirche und eine spezifische Form seelsorglicher Begleitung.“ (Erzbischof Hans-Josef Becker, Geistliche Begleitung im Erzbistum Paderborn – Standards und Richtlinien, 2018, S. 4)

Mit diesen etwas nüchternen Worten wird in einem offiziellen kirchlichen Dokument unseres Erzbistums ein Dienst beschrieben, der von spannenden Fragen und Prozessen geprägt ist: „Geistliche Begleitung“.Seit mehr als elf Jahren darf ich diese besondere Form der seelsorglichen Begleitung anbieten: Nach einer zweijährigen Zusatzausbildung beim Institut der deutschen Orden für missionarische Spiritualität (2008 -2010) habe ich in vielen Begleitungsbeziehungen die Dynamik des Weges der Geistlichen Begleitung erleben dürfen:


* Menschen brauchten nach einer radikalen Lebensveränderung neue Orientierung. Da war der Job weggefallen, eine Ehe in die Brüche gegangen, die bis dahin unverwüstliche Gesundheit in Krankheit vorgefunden worden. Für die Begleiteten kam dann immer lauter die Frage auf: „Was will Gott jetzt von meinem Leben?“ „Wie soll ich mein Leben konkret gestalten, damit es dem Willen Gottes entspricht und weiter gelingen kann?“


 * Andere haben mit mir die Frage angeschaut, was sie tun können, um wieder zu einer stärkeren Glaubenssicherheit kommen zu können. Da war so manche selbstverständliche Glaubensgewissheit durch die Jahre hindurch verdunstet, manchmal fühlte es sich auch wie eine Pulverisierung an. * Bei wieder Anderen stand eine Entscheidung an: Soll ich diesen oder jenen Beruf erlernen oder ausüben? Möchte Gott, dass ich mich für diesen oder den anderen Partner entscheide? Soll ich jetzt schon in ein Pflegeheim einziehen? Ruft mich Gott in einen Beruf der Kirche oder soll ich doch besser das Examen in meinem Studium erst noch zu Ende machen?


* Für viele Begleitete ging es ganz grundsätzlich um ein Erlernen der Fähigkeit, das Wirken des Hl. Geistes in ihrem Leben wahrzunehmen – gerade auch immer wieder im Zusammenhang mit Umkehr und Versöhnung. Darum ist mir persönlich das Bild der Spirale für die Geistliche Begleitung wichtig geworden: Sie bildet eine Bewegung aus, die ich von außen nach innen oder von innen nach außen deuten kann – je nachdem, wo ich die Bewegung meiner Augen starten lasse: Geistliche Begleitung möchte mich immer mehr von äußeren Lebensvollzügen in die eigentliche Mitte meines Lebens führen: in jenen intimen Bereich, wo ich mit meinem Gott ganz alleine bin, in meinem tiefsten Inneren. Aber es soll dann nicht darum gehen, dass ich nur noch um mich selbst kreise. Vielmehr hilft eine wirkliche Geistliche Begleitung auch immer, den Auftrag Gottes für die Menschen in unserer konkreten Zeit zu erkennen und zu leben: Also aus meiner Mitte heraus den Weg zu den Anderen zu finden – grenzenlos!


Geistliche Begleitung ist in unserem Erzbistum mittlerweile auf gute institutionelle Füße gestellt: Wir haben in einem langen Prozess im „Arbeitskreis Exerzitien und Begleitung“ auf Diözesanebene Standards (s.o.) erarbeitet. Es gibt seit einigen Jahren im Erzbischöflichen Generalvikariat jetzt ein eigenes Referat für Geistliche Begleitung. „Geistliche Begleitung als Begleitung einzelner Personen ist ein Dienst am geistlichen Wachstumsprozess von Menschen, die auf ihrem persönlichen Berufungsweg ihre Beziehung zu Gott bzw. Christus vertiefen und die mannigfaltigen Situationen ihres Lebens in diese Beziehung integrieren wollen. Sie ist ein Dienst der Kirche und eine spezifische Form seelsorglicher Begleitung.“ (Erzbischof Hans-Josef Becker, Geistliche Begleitung im Erzbistum Paderborn – Standards und Richtlinien, 2018, S. 4)


Seit März dieses Jahres gibt es für die Geistlich Begleitenden auch eine offizielle Beauftragung durch unseren Erzbischof Hans-Josef Becker. Ich bin somit jetzt einer dieser Geistlichen Begleiter im Fachdienst des Erzbistums. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unseres Dienstes, den wir z. T. schon über Jahrzehnte anbieten. Dies ist natürlich auch hier bei hier bei uns möglich:


Mittlerweile haben bereits acht Begleitete begonnen, diesen Geistlichen Weg zusammen mit mir zu gehen. Falls Sie in sich spüren, dass diese Dynamik auch für Sie von Bedeutung sein könnte, können Sie sich gerne direkt an mich wenden (Kontaktdaten s. unten)


 „Und wie geht das dann?“ - Geistliche Begleitung beginnt immer mit einem Kontaktgespräch und bewegt sich in einem Rahmen, der in einem Kontraktgespräch vereinbart wird: Ort, Termine, Häufigkeit, Dauer. Geistliche Begleitung ist zeitlich begrenzt (maximal fünf Jahre), ist von absoluter Verschwiegenheit auf Seiten der Begleitenden geprägt - und: Geistliche Begleitung ist selbstverständlich kostenlos.


Ihr Pastor Edgar Zoor

Kontakt:
Pastor Edgar Zoor
Tel.: 02732/591641
Mobil: 015226370071
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