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Keine verkaufsoffenen Sonntage |
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Gemeinsame Erklärung von Dekanat Siegen und Ev. Kirchenkreis Siegen Superintendentin Annette Kurschus und Dechant Werner Wegener begrüßen den Verzicht auf verkaufsoffene Sonntage 2012 in Siegen
- Das „Siegener Signal“: ein Beispiel für andere Städte und Gemeinden –
Mit der Entscheidung des Siegener Stadtrates im Jahr 2012 keine verkaufsoffenen Sonntage zu genehmigen, haben die Siegener Stadtverordneten mehrheitlich ein deutliches Zeichen zum Schutz des Sonntags gesetzt. „Allen, die daran mitgewirkt haben und sich zum Teil schon jahrelang für den Sonntag einsetzen, ist dafür sehr zu danken“, so Dechant Werner Wegener.
Es ist zu hoffen, dass in unserer Gesellschaft ein neues Nachdenken einsetzt über das, was dem menschlichen Leben Würde und Sinn gibt und was dem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft dient. Der Sonntag ist ein Segen und ein Gewinn für alle, wie es die evangelische und die katholische Kirche und der DGB Nordrhein-Westfalen schon vor Jahren gemeinsam erklärt haben. Anlässlich der Siegener Entscheidung rufen Dechant Wegener und Superintendentin Kurschus die gemeinsam formulierten Gedanken in Erinnerung: - Der Sonntag ist ein Geschenk für alle, der Woche für Woche wiederkehrt und dem gesellschaftlichen Leben den notwendigen Zeitrhythmus gibt. - Der Sonntag ist für den Christen heilig, weil sie sich im Gottesdienst an Tod und Auferstehung Jesu erinnern. - Der Sonntag weist auf die Fülle des Lebens, auf die Schöpfung hin. Leben ist mehr als kaufen und verkaufen, produzieren und konsumieren, leisten und schuften. - Der Sonntag unterbricht den Alltag zum Ausspannen und Aufatmen. Ohne Sonntage gäbe es nur Werktage. - Der Sonntag ist ein Gemeinschaftstag, für Familie und Freunde auch zur Gemeinschaft mit Kranken und Einsamen. - Der Sonntag behütet den heilsamen Lebensrhythmus von Arbeit und Ruhe; er tut vor allem den Menschen gut, die über ihre Arbeitszeit nicht selbst bestimmen können. - Der arbeitsfreie Sonntag ist eine von den Gewerkschaftsmitgliedern erkämpfte Errungenschaft für eine solidarische und gerechte Gesellschaft.
„Der Sonntag“, so Superintendentin Kurschus, „ist Zeichen dafür, dass wir nicht aus uns selbst leben, aus dem, was wir erwirtschaften, sondern dass wir uns Gott verdanken. Der Sonntag öffnet uns für diese Dimension des Lebens. Damit setzt er auch unseren Arbeitsverhältnissen eine Grenze: Auch sie sind es nicht, die bestimmen, wer wir letztlich sind. Der Sonntag ist für unser Gemeinwesen unersetzlich, denn er steht gegen die Entsolidarisierung der Gesellschaft und er lässt auch die gebeutelte Schöpfung zur Ruhe kommen“ Angesichts der „Siegener Entscheidung“ gilt ein besonderer Dank denjenigen in Kirchen, kirchlichen Verbänden, der regionalen Allianz für den freien Sonntag und den Gewerkschaften, die sich mit langem Atem für den arbeitsfreien Sonntag einsetzen. Den Siegener Stadtverordneten gebührt Respekt für ihre Entscheidung. Sie haben sich in einem Abwägungsprozess letztlich für den Schutz des Sonntags entschieden und vielleicht einen bedeutenden Meilenstein gesetzt. Hoffentlich kommen auch andere Städte und Kommunen ins Nachdenken und Nachahmen. Das „Siegener Signal“ verdient Beachtung!
Siegen, 06.Dezember 2011 |
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Telefonseelsorge unter neuer Leitung |
Rolf Christian Wangemann und Bernd Wagener leiten die Siegener TelefonSeelsorgeEinführung im Gottesdienst in Kaan-Marienborn In einem festlichen ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche Kaan-Marienborn wurden am vergangenen Freitag (11.11.2011) der evangelische Pfarrer Rolf Christian Wangemann und der katholische Dipl. Theologe Bernd Wagener in ihre Leitungsaufgaben in der TelefonSeelsorge Siegen öffentlich eingeführt.
Annette Kurschus, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Siegen, führte Pfarrer Rolf Christian Wangemann offiziell in seine neue leitende Funktion ein. Bereits seit 1. Juni 2011 hat Wangemann die Leitung der TelefonSeelsorge Siegen inne, nachdem Heiner Meilwes in die Altersteilzeit verabschiedet wurde. Rolf Christian Wangemann wurde 1959 in Nordhorn/Grafschaft Bentheim geboren. Er studierte ev. Theologie in Göttingen. Bern, Genf und Bielefeld sowie Personalentwicklung an der TU Kaiserslautern. Nach seinem Gemeindevikariat in der ev. Ref. Gemeinde Bielefeld war er vier Jahre wissenschaftlicher Assistent an der kirchlichen Hochschule Bethel im Fach praktische Theologie. Er absolvierte Ausbildungen zum Familientherapeuten und Supervisor. Seit September 1995 war er stellvertretender Leiter der TelefonSeelsorge Siegen. Er übernahm die Kreispfarrstelle von Helmut Flender, der damals von der TelefonSeelsorge in das Superintendentenamt wechselte.
Werner Wegener, Dechant des Dekanates Siegen, und Stefan Berk, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein, führten Bernd Wagener in die stellvertretende Leitung der TelefonSeelsorge Siegen ein. Sie wünschten ihm für seinen Dienst Kraft und Besonnenheit: „Sie sind berufen zu helfen und Menschen an der Seite zu stehen.“ Seit dem 1. Oktober 2011 ist Bernd Wagener der neue katholische stellvertretende Leiter im Dienst. Bernd Wagener wurde 1962 in Rudersdorf geboren. Er studierte katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und Sozialarbeit an der Fachhochschule Paderborn. Nach dem Anerkennungsjahr in Berlin (Psychiatrie) war er zunächst in der Jugendberufshilfe (Kath. Jugendwerk Förderband Olpe) und in der gemeindenahen Psychiatrie (Sozialdienst kath. Frauen Leverkusen) tätig. Zurück in der Heimat übernahm er die Fachteamleitung der Familienhilfe des Caritasverbandes Betzdorf. Das berufsbegleitende Studium der Supervision (KatHo Münster) und die anschließende Gestaltung supervisorischer Prozesse führten ihn schließlich vor fünf Jahren als Gruppenleiter zur TelefonSeelsorge Siegen.
In einer humorvollen Dialog-Sketch-Predigt demonstrierten Rolf Christian Wangemann und Bernd Wagener das ökumenische Miteinander in der Leitung der TelefonSeelsorge, die in Siegen seit 31 Jahren erreichbar ist. Deutlich machten beide während einer gedanklichen Rundreise von Siegen über Paderborn und Bielefeld, dass Erkenntnis und ein herzliches Vertrauen in der TelefonSeelsorge nötig sind. Die Bibel ist im Reisegepäck.
Träger der TelefonSeelsorge Siegen sind die beiden Evangelischen Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein sowie der Katholische Gemeindeverband Siegerland/Südsauerland. Pfarrer Raimar Leng, Vorsitzender des Trägerausschusses der TelefonSeelsorge, führte durch den Gottesdienst. Musikalisch gestalteten den Gottesdienst Hanne Geertje Stosch und Christina Wangemann (Flöten) und Lena Wagener sowie Rebecca Wangemann (Geigen). KMD Ulrich Stötzel begleitete den gemeinsamen Gesang an der Orgel. Nach dem Gottesdienst hatte die TelefonSeelsorge Siegen ins benachbarte evangelische Gemeindehaus zum Empfang geladen.
 (Foto Karlfried Petri) Bernd Wagener und Rolf Christian Wangemann (von links)
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